Wassersport in Kroatien

EIN ARCHIPEL IM HERZEN EUROPAS

Die Ostküste der Adria, die zu Kroatien gehört, ist in Wahrheit eine Kette von Inseln und Küste umgeben von Europa. Um dorthin zu gelangen, müssen die Deutschen und die österreicher oder die Tschechen und die Ungarn nach Süden reisen, die Franzosen nach Osten, die Italiener in Richtung Nordosten oder Norden, abhängig davon, woher sie kommen, und die Griechen nach Nordwesten. Die Küstengewässer der Adria haben sich tief in das Festland hinein geschnitten, und seine nördliche Küste zieren 1185 Inseln, Inselchen, Felsen und Riffe.

Dank ihrer großen Zerklüftung ist die kroatische Küste nicht weniger als 5951 Kilometer lang. Schon in der Antike, bevor die Kroaten in dieser Gegend siedelten, war dies einer der wichtigsten Seewege. Die griechischen Kolonien erstreckten sich weit nach Norden bis nach Tragurium, und später wurde die Adria zum Binnenmeer des großen Römischen Reiches. Im Mittelalter kontrollierte die Flotte Venedigs die Adriaschifffahrt, später die Franzosen, dann die Engländer und schließlich die österreicher.

Fähige und große Seeleute sind auch wir Kroaten. Die Segelschiffe der Republik Dubrovnik fuhren bereits im 13. Jahrhundert auf dem ganzen Mittelmeer, und einige Jahrhunderte später, nach den großen geographischen Entdeckungen, reisten Segler von Pelješac und Lošinj bis zur Küste der neuen Welt. Nie besiegte Uskoci und Seeräuber aus Senj und von der Neretva beherrschten die Kanäle und Gewässer im Landesinneren.

Die Zeiten der Kämpfe um die Vorherrschaft auf dem Meer im Herzen Europas sind für immer vorbei, und in die Adria kommen jetzt Nautiker aus ganz Europa, die die beste Atmosphäre für ihre Törns zu suchen und die sehr gut entwickelte nautische Infrastruktur zu nutzen. Viele von ihnen haben ihre Boote in kroatischen Marinas, andere haben Liegeplätze für ihre Yachten an der italienischen Küste der Adria, immer mehr mieten sich Schiffe, und viele kommen auch von entfernten Adriahäfen und -küsten, um den kroatischen Teil der Adria zu besegeln.

Was zieht sie hierher? Zu allererst die Menge an Inseln und die Vielfältigkeit der Küste, dann die Städte und ihre Menschen, der Fisch und der Wein und vor allem die Atmosphäre. Denn im kroatischen Teil der Adria kann man mancherorts noch Leben sehen, wie es vor mehreren Jahrzehnten war, man findet noch Menschen, die in einer harmonischen Symbiose mit dem Meer und der Natur leben, noch kann man einsame Buchten entdecken, in denen ein Strand nur Ihnen gehört, und die Geräuschkulisse besteht nur aus dem Rauschen der Wellen und dem Zirpen der Grillen.



Die Adriainseln liegen für einen Nautiker, und insbesondere für einen Segler, ideal. Sie erstrecken sich mit einigen kleineren Unterbrechungen entlang des größten Teils der Küste, alle in einer Reihe von Rijeka bis nach Dubrovnik. Untereinander sind sie zumeist nicht weiter als zehn Seemeilen entfernt und bilden mit dem Festland und untereinander zahlreiche Kanäle. Auf den Inseln und dem Festland gibt es mehr als eintausendfünfhundert Buchten und Häfen, in denen man festmachen oder ankern und übernachten kann. Dies sind ideale Orte für einen Segeltörn, aber auch für eine Kreuzfahrt mit einer Motoryacht oder einem Boot zum Sportfischen.

Nichts ist wirklich weit entfernt, aber wenn Sie es wünschen, können Sie doch auch ganze Tage auf der Fahrt verbringen. Zieht ein Unwetter auf oder erhebt sich ein Sturm, liegt immer irgendein Ort in der Nähe, wo sie leicht und sicher Schutz suchen können. Aber wie kein anderer Ozean, so ist auch die Adria kein sicheres Meer. Man muss ihre Winde, ihre Gesetzmäßigkeiten und Wunder kennen und nach ihren Regeln segeln, damit der Törn sicher und damit auch angenehm wird. Die Hauptwinde der Adria sind den Nautikern zum größten Teil wohlbekannt.

Es sind die Bora, die zyklonische und die antizyklonische Bora, der Jugo, der zyklonische und der antizyklonische Jugo, der Lebic, der Maestral, der Levant, der winterliche Levant, die Pulentada, die Tramontana und der Burin. Jeder dieser Winde hat seine spezifischen Charakteristika, die Sie in jedem etwas besseren Nautikführer finden. Aber dennoch sind die Bedingungen für einen Schiffstörn, auch einen unter Segeln, während der Schifffahrtssaison meistens günstig. Der Maestral und die Tramontana sind die häufigsten Winde, und sie sind zum Segeln angenehm. ähnlich verhält es sich auch mit dem Levant, und eher selten gibt es im Sommer einen starken Jugo.

Selbst die Bora verliert ein wenig an Kraft, obwohl man auf sie wie auch auf die sommerliche Nevera gut Acht geben muss. Die Gliederung der Küste, die Strömungen und die lokalen Winde machen die Navigation interessant. Auf dem Schiff passiert immer irgendetwas. Irgendetwas erfordert immer Aufmerksamkeit. Um ans Ziel zu kommen, muss man ständig den Kurs und die Segelweise anpassen. Auf einem Segelschiff fahren Sie bald unter dem Wind, und bald müssen Sie im Wind kreuzen und dann wieder irgendeinen engen Kanal oder eine Passage durchfahren. Diese Vielfalt erfahren Sie auch, wenn Sie mit einem Motorboot unterwegs sind.

Während der Fahrt ändert sich die Landschaft ständig. Stellenweise ist die Küste fast unbesiedelt und karg, von der winterlichen Bora gepeitscht wie auf der Nordseite von Rab oder auch Pag. Die Südseiten sind meistens reich an Vegetation, und dies umso mehr, je weiter Sie nach Süden kommen. Zeitweilig werden Sie an dichten Kiefernwäldern entlang segeln, die fast bis an Meer hinunter reichen wie die auf Lastovo und Jakljan, bald wird Macchia oder Karst Ihren Blick gefangen nehmen. Sie werden an mediterranen Städten vorbeikommen, aber auch an kleinen Fischerörtchen, und vielleicht werden Sie dort auch eine Pause einlegen. Häufig werden Sie auch auf Buchten treffen, in denen nur zwei oder drei Häuser liegen. Strände wie Zlatni Rat auf Bol, der seine Form mit jedem Wind ändert, der gerade weht, wollen wir gar nicht erwähnen.

Die Orte auf den Inseln sind abwechslungsreich und interessant, und es lohnt sich, sie kennen zu lernen. Die Kontinuität vieler von ihnen wie Korcula, Hvar und Vis reicht bis in die Antike zurück, und sie tragen alle Züge der Urbanität vergangener Zeiten mit sich. Andere Orte sind jüngerer Herkunft. Sie sind als Fischerorte oder als Häfen der großen Inselsiedlungen abseits vom Meer entstanden. Da viele Bewohner der Adriainseln von der Landwirtschaft lebten, haben sie auch ihre Siedlungen im Inneren gebaut, in der Regel auf den Hügeln neben den fruchtbaren Ebenen. Diese Orte haben ihr ursprüngliches Aussehen am besten bewahrt, wenn auch mit wenigen Einwohnern, aber wenn Sie sie besuchen, werden Sie dort auf den Geist vergangener Zeiten stoßen.

Die Adria lässt sich auf verschiedene Weise einteilen. Am häufigsten ist die Gliederung in Norden und Süden mit der Grenze beim Kap Planka zwischen Rogoznica und Primošten. Aber im Sinne der Seefahrt können wir den nördlichen Teil in weitere drei Teile untergliedern. Istrien, Kvarner und die Inseln und die Küste unterhalb des Velebit, das Zadarer und das Šibeniker Archipel und seine Küste. Die südliche Adria umfasst den Teil von Rogoznica bis zum Kap Prevlaka an der Grenze zu Montenegro. Jeder dieser Teile ist anders und ist auf seine eigene Weise interessant.

Istrien

Istrien und seine Küste sind für viele Nautiker der erste Teil der Adria, den sie kennen lernen. Wenn man aus Slowenien, Triest oder den Häfen von Monfalcone oder Lignan kommt oder aus Venedig und Ravenna, steuert man meistens als erstes irgendeinen Hafen oder eine Marina an der Westküste Istriens an. Die istrische Küste ist flach und ruhig, mit üppiger Vegetation und bemerkenswerten Siedlungen. Rovinj, Porec, Vrsar und Pula sind ihre Juwelen. Die Küste ist zergliedert mit vielen Buchten, aber sie besitzt besonders an ihrer Westseite auch Untiefen, auf die man achten muss.

Auf dieser Seite liegen auch die Inselgruppe Brijuni, ein Nationalpark, der in seinem zerklüfteten Profil, mit seiner Vegetation und seiner Landschaftsarchitektur einzigartig ist, sowie die Inselchen vor Rovinj und Pula. Hier gibt es auch viele große und gut ausgestattete Marinas. Die Westküste ist ihr wahres Gegenteil. Außer im äußersten Süden, wo sich die Medulinbucht und die Premanturabucht in das Festland hinein schneiden, ist die Küste trotz ihrer vielen Buchten und Förden bis nach Mošcenicka Draga, Lovran und Opatija steiler und wesentlich weniger besiedelt. Eine solche Küste ist für einen Nautiker eine besondere Herausforderung. Denn auch hier gibt es Plätze zum Segeln und zum Verweilen. Die Bucht Raški Zaljev zum Beispiel oder der Hafen Krnicka Luka und Rabac können Entdeckungen sein. Wenn wir nach Opatija kommen, sind wir bereits tief in der Region Kvarner.

Kvarner

Die Küste und die Inseln von Kvarner und die unter dem Velebit bieten ein völlig anderes Bild. Die Küste ist äußerlich wild. Sie liegt unter Gebirgen, die sich direkt über das Meer erheben. Die Nordseiten der Inseln sind oft kahl und von der Bora zerfurcht, und die Südseiten strotzen von mediterraner Vegetation. Hier liegen die großen Inseln Krk, Cres, Lošinj, Rab und Pag, aber auch die kleineren Susak, Ilovik, Premuda, Silba, Olib, Ist, Molat und andere. An der Küste und auf einigen Inseln gibt es große und moderne Marinas wie etwa die von Isici bei Opatija oder in Cresu und in Punat auf Krk... In den Kanälen zwischen diesen Inseln verläuft die normale nautische Route, die die nördliche und die südliche Adria miteinander verbindet. Während der Saison ist sie voll von Segelbooten und Yachten, die ihrem Ziel im Süden entgegeneilen oder von dort zurückkehren.

Diese Küste ist voll von Buchten und Ankerplätzen, in denen der Nautiker Platz finden wird, es sich gut gehen zu lassen. Es genügt, Punta Križa, Artatore, Ilovik, Krijal und die Bucht Brgujski Zaljev zu erwähnen, um das Bild einer Reihe von Booten vor Augen zu rufen, die hier sicher verankert liegen. Der Podvelebitski Kanal ist das genaue Gegenteil. Fast völlig kahl fällt die Küste hier steil zum Meer hin ab, aber auch hier findet man Schönheit und Einsamkeit an kleinen Stränden und Buchten wie Zavratnica.

Dalmatien

Wenn wir auf unserer Fahrt Richtung Süden Sedmovrace passiert haben, kommen wir in den Archipel von Zadar und Šibenik. Hier treffen wir wieder auf eine flache und fruchtbare Küste mit einigen der ältesten städtischen Ansiedlungen an der Adria. Die kleine Stadt Nin, sowie Zadar, Biograd und Šibenik sind voll von Spuren der Vergangenheit, aber auch von Zeugnissen des kroatischen Vordringens ans Meer. Vor dieser Küste liegt eine große Inselkette. Dugi Otok, Ugljan und Pašman, die Kornaten, Iž, Murter, Zlarin, Žirje, Prvic sowie das einzigartige Krapanj sind nur einige von ihnen.

Hier liegen sie alle vor uns. Ob wir die ursprüngliche Atmosphäre des Nationalparks Kornaten genießen wollen, wo wir unter Kornatern sind, oder ob uns die kleineren Inselorte interessieren, ob wir die Einsamkeit suchen, oder ob wir in Buchten wie Telašcice oder Tijašcice vor Anker gehen wollen, hier steht uns alles frei. Wir können uns auch entscheiden, tief in das Festland hinein zu segeln, an Šibenik vorbeizufahren in der Mündung des Flusses Krka und auf dem See Prokljansko Jezero bis nach Skradine, einem örtchen mit einer Marina und einem Ankerplatz nahe dem Nationalpark Krka, dessen Wasserfälle niemanden gleichgültig lassen.

Die dalmatinische Küste und ihre Inseln belohnen jeden, der hierher kommt, mit ihrer Schönheit und Einzigartigkeit. Einzigartig sind sie auch hinsichtlich ihrer Küstenstädte. Wenn wir von Dubrovnik kommend in Richtung Split und Trogir fahren oder zu den Juwelen der Adria wie Hvar, Korcula und das heute neu entdeckte Vis und Lastovo, so ist dies nur ein Teil der Schönheit, die uns hier erwartet. Wieder erheben sich hohe Gebirge über der Küste wie das Massiv Biokovo oberhalb von Makarska. Aber im Gegensatz zum kahlen Velebit ziehen sich hier große und dichte Kiefernwälder bis hinunter zum Meer. Nach allgemeiner Ansicht sind die dalmatinischen Inseln die schönsten der Adria, und es lohnt sich, sie aufzuzählen: Drvenik Veliki i mali. Šolta, Brac, Hvar Vis, Biševo, Svetac, Korcula, Lastovo, Sušac, Mljet, Jakljan, Šipan, Lopud, Kolocep und Lokrum sind die größten und schönsten unter ihnen.

Aber natürlich auch das mythische Palagruža mitten in der Tiefe der Adria. Und hier liegt auch die Halbinsel Pelješac. Eine Fahrt in den Kanälen zwischen diesen Inseln ist ein einzigartiges Erlebnis. Unabhängig davon, ob Sie auf ruhiger See segeln, ob ein sommerlicher Maestral weht oder ob sogar Bora und Jugo zuschlagen, passieren Sie auf ihrer Fahrt hier eine wunderschöne Mittelmeerlandschaft, alte Städte und Fischerdörfer. Auch hier erwarten Sie Marinas, Häfen und Buchten. Einige Marinas sind einzigartig. Die ACI-Marina in Split, wo Sie sozusagen mitten im Hafen der Diokletiansstadt festmachen, Komolac in Dubrovnik, wo Sie sich tief in einer Förde befinden, die die Mündung des Flusses Ombla ist, oder Palmižana auf den "Hölleninseln" Pakleni Otoci, wo sie in einem sprichwörtlichen Mittelmeerparadies liegen.

Was soll man über den Hafen von Stari Grad auf Hvar oder den von Vis und Komiža oder die Uferpromenade vor Korcula oder über die Buchten von Vela Luka und Lastovo sagen? Unvergesslich und unvergleichlich. Man muss sie immer wieder von neuem entdecken.

WAS MAN üBER DIE SCHIFFFAHRT IN KROATIEN WISSEN MUSS

Seit an der kroatischen Adriaküste Segelsport betrieben wird, fahren hier zahlreiche Vorläufer der heutigen Nautiker. Einst waren dies fast ausschließlich reiche Yachteigner, bedeutende Industrielle und gekrönte Häupter. Später, als sich die Nautikbewegung fortentwickelte und demokratisierte, insbesondere in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, wurde die Ostküste der Adria zum Ziel oder zur Basis einer viel größeren Zahl von Schiffen.

In den letzten Jahren verzeichnet Kroatien regelmäßig jedes Jahr den Besuch einiger Zehntausender ausländischer Schiffe, und etwa zehntausend Schiffe unter fremder Flagge liegen an den Piers der kroatischen Marinas. In den kroatischen Territorialgewässern sind alle Nautiker willkommen; die Formalitäten und Vorschriften beim Einlaufen sind einfach, aber sie müssen beachtet werden, damit der Aufenthalt möglichst angenehm wird.
Die Fahrt ausländischer Nautiker in Kroatien wird durch das Seegesetzbuch und seine begleitenden Vorschriften geregelt.

Bei der Ankunft in Kroatien müssen sie sich an den nächsten Seegrenzübergang wenden und anschließend in der Hafenmeisterei eine Vignette kaufen, die ihnen die Fahrt in den kroatischen Territorialgewässern ab dem Kauftag der Vignette für ein Jahr erlaubt. So wird die Vignette praktisch zur Genehmigung für die Fahrt in den kroatischen Territorialgewässern. Mit dem Kauf der Vignette werden auch die Kosten der Steuer für die Schifffahrtssicherheit, die Leuchtfeuergebühr und sowie eine Verwaltungsgebühr beglichen. Die Höhe der Steuer für die Schifffahrtssicherheit hängt von der Länge des Schiffs ab, aber wenn ein Schiff mehrere Jahre in Folge in die Republik Kroatien kommt, verringern sich diese Gebühren.

Während der Gültigkeitsdauer der Vignette können die Besatzungsmitglieder auf dem Schiff zweimal ausgetauscht werden plus dreißig Prozent der Zahl der Crewmitglieder, die sich den Schiffsdokumenten des betreffenden Schiffs zufolge auf dem Schiff aufhalten dürfen. In diese Zahl werden Kinder unter zwölf Jahren nicht eingerechnet. Neue Besatzungsmitglieder werden in das Formular der Crewliste eingetragen, das in der Hafenmeisterei beglaubigt wird und das während der Fahrt auf dem Schiff mitgeführt werden muss. Bevor ein Schiff Kroatien verlässt, muss es sich an einem Seezollgrenzübergang abmelden und dann auf dem kürzesten Wege die kroatischen Territorialgewässer verlassen.

Die folgenden Seegrenzübergänge sind ständig geöffnet: Umag Porec, Rovinj, Pula, Raša (Bršica), Rijeka, Mali Lošinj, Zadar, Šibenik, Split, Ploce, Korcula, Dubrovnik, Vela Luka, Ubli, während in der Tourismussaison auch die übergänge in der ACI Marina in Umag, in Novigrad, Sali, Božava, Primošten, Hvar, Stari Grad auf der Insel Hvar, Vis, Komiža und Cavtat zur Verfügung stehen. Hier finden die Zoll- und die Passkontrolle statt.

Wenn ein Schiff aus irgendeinem Grunde nicht in der Lage ist, in einen dieser Häfen einzulaufen, wendet es sich an die nächstgelegene Hafenmeisterei. In der Hafenmeisterei meldet sich auch der Eigner eines Bootes, das auf dem Landwege hierher transportiert worden ist, bevor er seine Schifffahrt antritt, und hier kauft er aufgrund bestimmter Dokumente die Vignette und erhält damit die Erlaubnis für seinen Törn.

Der Skipper auf einem Schiff muss über seine Befähigung, das Boot zu führen, einen Nachweis besitzen, der den nationalen Vorschriften des Staates entspricht, dessen Flagge auf dem Schiff weht, bzw. den Vorschriften der Republik Kroatien.

SICHERHEITSMASSNAHMEN

Für die Sicherheit des Schiffes und der Mannschaft sind vor allem der Skipper und die Mannschaft selbst verantwortlich. Aber es ist doch gut zu wissen, dass auch die Zentrale des Seenotsuch- und -rettungsdienstes, die Hafenmeistereien und die Polizeischiffe sowie auch die kroatische Kriegsmarine und Spezialschiffe für besondere Einsätze für eine sichere Schifffahrt, die Vermeidung von Unfällen wie auch für Hilfe im Falle eines Unfalls oder einer Havarie zuständig sind.

Das nationale Zentrum für die Suche und Rettung zur See mit Sitz in Rijeka koordiniert Such- und Rettungsmaßnahmen bei Bedarf auch in den Nachbarländern. Wenn nötig, schließen sich auch Schiffe der Kriegsmarine, Fischerboote und andere Schiffe, die sich in der Nähe befinden, sowie Flugzeuge und Hubschrauber den Rettungsaktionen an. Um jemanden auf See vor dem Tod zu retten, ist rechtzeitige Hilfe und die Koordination aller Rettungskräfte oft das wichtigste. Neben dem nationalen Zentrum haben auch die Hafenämter (acht) einen Tag- und Nachtbereitschaftsdienst. Daher sollte man im Falle eines Unfalls auf dem eigenen oder einem fremden Schiff so schnell wie möglich einen beliebigen Mitarbeiter dieses Systems alarmieren.

Auf den Kanälen 16 und 10 ist ein ganztägiger Wachdienst eingerichtet. Das Nationale Zentrum für die Suche und Rettung zur See hat die immer freie Telefonnummer 9155 und antwortet auch im GMDSS-System. Außer der Telefonnummer 9155, der Beherrschung der Bedienung einer Bordfunkstation und dem Senden von Nachrichten im GMDSS-System ist es auch gut, die Telefonnummern der Hafenämter zu kennen. Die Hafenämter verfügen über mehr als 55 Fahrzeuge, die unter allen Bedingungen und in den gesamten Küstengewässern der Adria einsatzfähig sind. An die Hafenämter können Sie sich auch wenden, wenn Sie meteorologische oder andere Informationen benötigen, und nicht nur, wenn Sie Hilfe brauchen. (Eine Liste aller Telefonnummern einschließlich der Hafenamtaußenstellen erhalten Sie in jedem Hafenamt oder seinen Außenstellen.)

Die kroatische Wasserschutzpolizei verfügt über etwa vierzig Schiffe, die auf sieben Polizeistationen verteilt sind. Mit ihnen betreibt sie die überwachung der 950 Kilometer langen Staatsgrenze und die Kontrolle der inneren Gewässer. Außer ihrer Aufsichtsfunktion wirkt die Wasserschutzpolizei auch an Such- und Rettungsaktionen zur See mit. Institutionell sind für die Sicherheit der Schifffahrt auf der Adria auch das öffentliche Unternehmen Plovput und das Kroatische Hydrographische Institut zuständig.

Die Grundfunktion von Plovput ist die Zuständigkeit für die Instandhaltung der Wasserwege und Funkdienste, und in ihre Zuständigkeit fallen auch alle Leuchttürme und Hafenbeleuchtungen, bzw. mehr als 1000 Seesignale. Das Hydrographische Institut betreibt wissenschaftliche Forschungsarbeiten und Entwicklungs- und Facharbeiten, die mit der Sicherheit der Schifffahrt auf der Adria in Verbindung stehen, die hydrographisch-geodätische Vermessung der Adria, marinegeodätische Arbeiten, es plant und entwirft Seekarten und nautische Publikationen und betreibt ozeanologische Forschungen und Forschungen zur Geologie des Meeresbodens.

Der größte Teil der Kommunikation auf den Schiffen erfolgt noch immer über den Bordfunk. Um die Instandhaltung des Seefunkdienstes kümmert sich das öffentliche Unternehmen Plovput, und betrieben werden Küstenfunkstationen in Rijeka, Split und Dubrovnik. Ihre Tätigkeiten umfassen: einen Bereitschaftsdienst (VHF Kanal 16 und VHF DSC Kanal 70), einen Funkdienst für die Sicherheit der Schifffahrt (VHF Radiotelefonie und NAVTEX-System), einen medizinischen Beratungs- und Hilfsdienst (VHF Radiotelefonie), einen kommerziellen Funkdienst (VHF Radiotelefonie), Funkdienste für die staatliche Verwaltung (Zentrum für die Suche und Rettung, Hafenämter…).

Plovput ist auch am Modernisierungsprozess der Telekommunikation zur See durch ein neues internationales System zum Schutz vor Unfällen und für die Sicherheit zur See beteiligt (BMDSS). Durch Vorschriften ist geregelt, welche Schiffe eine VHF-Station an Bord haben müssen.

MARINAS, SPORTHäFEN UND KOMMUNALE HäFEN

In Kroatien bestehen derzeit 50 klassische Marinas, die als ständige und vorübergehende kommerzielle Liegeplätze für Nautiker dienen. Sie bieten 16000 Liegeplätze im Meer und 5500 Trockenliegeplätze. Die Marinas, die in den letzten Jahren angelegt wurden, haben immer mehr Liegeplätze für große und Megayachten. Der Bau einer größeren Zahl neuer Marinas ist derzeit in Planung, und so erweitert sich dieses Angebotssegment von Jahr zu Jahr ständig. Daneben wird den Nautikern die Möglichkeit zum Festmachen auch an zahlreichen Anlegestellen, in Sport- und Kommunalhäfen und an Uferpromenaden geboten, die für die Aufnahme von kleineren und größeren Schiffen und auch Megayachten organisiert und ausgerüstet sind.

Die kroatischen Marinas sind in der Regel hochwertige Anlagen und liegen an hervorragenden Orten. Die meisten von ihnen wurden in den letzten dreißig Jahren gebaut. Sie befinden sich entweder in größeren Städten oder in schönen Inselbuchten, vorwiegend in unmittelbarer Nähe der interessantesten und bei Nautikern beliebtesten Regionen der Küstengewässer. Nur schwer lässt sich etwas an ihnen aussetzen außer vielleicht der relativ geringen Zahl von Liegeplätzen für große Yachten, aber auch dieser Zustand unterliegt gegenwärtig einer massiven Veränderung, denn in allen neuen Marinas entsteht auch eine größere Zahl von Liegeplätzen für Yachten von dreißig und mehr Metern Länge, und auch eine gewisse Anzahl älterer Liegeplätze wird für solche Schiffe umgestaltet. Die Liegeplätze in den Marinas sind sicher und so angelegt, dass sie allen Wetterunbilden standhalten, die im Jahresverlauf auftreten, und sie werden von erfahrenen, ausgebildeten und gut ausgestatteten Seeleuten betreut.

Besondere Sorge gilt dem Zustand der unter der Wasseroberfläche liegenden Teile der Anker, Ketten und Befestigungen. Früher blieben unsere Marinas im Vergleich mit anderen Mittelmeerhäfen, vor allem den französischen, italienischen und spanischen, in ihrem Angebot weit zurück. Aber dieser Zustand hat sich in den vergangenen zehn Jahren radikal geändert. Außer hochwertigen Liegeplätzen, Slipanlagen, Kränen und Seilwinden gibt es auch immer mehr hervorragend ausgerüstete Services, die alle nötigen Arbeiten zur Instandhaltung der Boote bzw. Yachten ausführen, von der Elektronik, der Wartung und Reparatur der Motoren bis zur Instandhaltung und Reparatur der Rümpfe.

In den Marinas besteht eine ganze Anzahl von Restaurants und Cafes, Geschäften mit Nautikausrüstung und Läden, und diese Art des Angebots wird von Jahr zu Jahr reichhaltiger. Viele Marinas haben auch die angesehene Blaue Flagge, eine Auszeichnung für ihr Umweltbewusstsein. Viel wird auch getan für die Erneuerung und Instandhaltung der bestehenden Marinas, und die Qualität ihrer Liegeplätze und die Sicherheit erhöht sich ständig.

Für Nautiker wird es nicht schwierig sein, einen günstigen und sicheren Ort zum übernachten oder für einen mehrtägigen Aufenthalt zu finden; in der Regel liegen nirgendwo mehr als zehn Meilen zwischen den zwei nächsten Häfen oder Ankerplätzen.
An der Westküste Istriens und im Gebiet zwischen Zadar und Vodice herrscht die größte Dichte an Marinas. Auf den Inseln sind sie seltener. Die Mehrzahl ist das ganze Jahr hindurch geöffnet, aber einige kleinere sind nur in der Sommersaison in Betrieb. Die Leistungen, die sie bieten, variieren zwischen den ganz elementaren (Piškera, Žut) und dem reichhaltigen Angebot, das auch die anspruchsvolleren Nautiker befriedigen wird (Umag, Isici, Hramina, Frapa, Rijeka Dubrovanka).

Einundzwanzig kroatische Marinas gehören zur ACI Club AG, einem am Mittelmeer einzigartigen Unternehmen. Man kann die gesamte Ostküste der Adria bereisen, indem man von einer Marina dieser Kette zur nächsten fährt. Die übrigen Marinas sind überwiegend selbständig. Lediglich die Marinas Dalmacija und Borik in Sukošan und Zadar sowie Tribunj und Kremik in Tribunj und Primošten gehören demselben Besitzer.

Die Preise für einen Tages- oder Jahresliegeplatz variieren entsprechend der Kategorie der Marina, ihrer Lage und der Jahreszeit. Sie können davon ausgehen, dass Sie ein eintägiger Aufenthalt für ein Schiff von elf bis zwölf Meter Länge zwischen 25 und 55 Euro kostet, während sich ein Jahresliegeplatz für ein solches Schiff zwischen 2300 und 6000 Euro bewegt. Ein eintägiger Liegeplatz für ein Schiff von 15 bis 16 Metern liegt zwischen 50 und 75 Euro, und ein Jahresliegeplatz für eine solche Yacht kostet zwischen 4000 und 8500 Euro.

Eine Alternative zum Anlaufen einer kommerziellen Marina kann bisweilen ein Sporthafen oder ein kommunaler Hafen darstellen. Obwohl diese in der Regel mit ihren eigenen Schiffen belegt sind, findet sich hier immer ein freier Platz für Durchreisende. Solche Möglichkeiten gibt es in Pula in der Veruda, bei Rijeka (Lucica 3. Maj) und in Zadar (Marina Vitrenjak) sowie in den Marinas Zenta und Špinut in Split, die sich in keiner Weise von den kommerziellen Marinas unterscheiden. Ihre Preise betragen etwa die Hälfte des Preises in echten Marinas oder auch etwas mehr.

Obwohl viele Sporthäfen und kommunale Häfen von freiwilligen Helfern erbaut und aus Beiträgen der Mitglieder finanziert worden sind, bieten auch sie mit wenigen Ausnahmen hohe Qualität. Wenn es auch gewisse Unterschiede gibt in der geringeren Zahl an Sanitäranlagen, wird dies von der guten familiären Atmosphäre ausgeglichen, die hier herrscht, und nicht selten auch von einer größeren Zahl an Dienstleistungen, als sie die klassischen kommerziellen Marinas bieten. Den größten Teil der Liegeplätze nehmen in diesen Häfen die Schiffe der Clubmitglieder ein, aber jeder von ihnen hat auch Liegeplätze, die für den kommerziellen Gebrauch bestimmt sind. Außerdem ist eine große Zahl der Clubschiffe während der Saison auf Fahrt, und so findet man hier auch beim größten Ansturm leichter einen freien Platz.

Liegeplätze gibt es während des Sommers auch in den kleinen Häfen der Segel- und Sportfischerclubs, in denen man während des Sommers bisweilen freie Plätze finden kann, die vermietet werden. Nach solchen Liegeplätzen lohnt es sich im Orsan im Dubrovniker Hafen Gruž zu suchen, im Arbun in Makarska, im kleinen Hafen Žurkovo in Rijeka oder bei der Fischereigesellschaft Delfin im Hafen Veruda in Pula, aber vor dem Einlaufen sollte man sich bei dem Seemann melden, der die Clubliegeplätze betreut, denn er weiß, ob es freie Plätze gibt. Wer hier vor Anker geht, wird viel Geld sparen. In der Regel zahlt man etwa dreißig Prozent der Summe, die man für einen Liegeplatz in einer Marina ausgeben würde.

Vielen Nautikern sind die kleinen Ortshäfen lieber als die Marinas, die Herzstücke der Küstenorte, die ihr einstiges Ambiente noch völlig bewahrt haben. Solche Uferpromenaden gibt es überall an der Adria, aber die beliebtesten sind doch die in Cavtat, in Gruž in Dubrovnik, in Vela Luka auf der Insel Korcula, in der Stadt Hvar und in Stari Grad auf der Insel Hvar, in Vis und in Komiža auf der Insel Vis, in Trogir, Primošten, Šibenik, in Zlarin auf der gleichnamigen Insel, in Sali auf Dugi Otok oder weiter nördlich in Mali Lošinj auf der Insel Lošinj, und in Istrien in Rovinj, Vrsar, Porec oder Novigrad. Ein Liegeplatz hier ist oft ein echtes Erlebnis.

Neben den Booten verwitterter Nautiker oder denen, die lediglich angemietet sind, finden sich oft auch Superluxusyachten vertäut mit Weltprominenz an Bord, die die noch immer mögliche Privatheit in Kroatien genießt. Solche Uferpromenaden sind normalerweise mit allem ausgestattet, was für einen angenehmen und sicheren Aufenthalt nötig ist. Fast immer gibt es hier Wasser- und Stromanschlüsse, eine Muring und daneben Restaurants mit frischem Fisch, Cafes, Straßenmärkte, Fischläden. Schade ist nur, dass sie immer so schnell voll werden. Auch hier muss man natürlich zahlen (nach der Länge in Metern und für mehrrumpfige Schiffe in der Regel doppelt), aber die Preise sind etwas niedriger als in den Marinas - gewöhnlich zwischen 2 und 4,5 Euro pro Meter Schiffslänge. Bisweilen, wenn auch zugegebenermaßen immer seltener, wird man Sie in den kleineren Inselörtchen noch immer mit der Möglichkeit überraschen, an der Promenade oder der Mole kostenlos festzumachen.

Außer in den Marinas findet man auch an den zahlreichen Anlegestellen Platz, die in den vergangenen Jahren auf den Inseln angelegt wurden. Sie wurden vor allem in den kleineren Inselorten eingerichtet oder in gut geschützten Buchten wie Kukljica auf Ugljan oder Omišlje auf Krk. Solche Anlegestellen sind nur mit einem Teil der Annehmlichkeiten ausgestattet, die die klassischen Marinas bieten. Aber ihr Charme liegt gerade in dem Ambiente, in dem sie sich befinden, der geringeren Zahl von Booten am Liegeplatz und natürlich im geringeren Preis, der hier für einen Liegeplatz gezahlt wird.

Auch in Kroatien herrscht die gute Sitte, seine Ankunft vor dem Einlaufen auf Kanal 17 anzukündigen. Auch in den kommunalen Häfen muss man sich anmelden. So erfährt man, ob es freie Liegeplätze gibt. Und nach der Anmeldung wird der Seemann das Schiff sicher an der Mole in Empfang nehmen.

Aber trotz der guten Ausstattung der Marinas und der kommunalen Häfchen und Häfen gibt es keinen Nautiker, der nicht während seiner Reise die eine oder andere Nacht vor Anker in der Einsamkeit irgendeiner romantischen Bucht verbringen möchte. In Kroatien gibt es viele solcher Möglichkeiten. Wir haben bereits gesagt, dass es an der kroatischen Adriaküste etwa 1500 Buchten gibt, in denen man ankern kann, und davon gelten etwa 200 als Ankerplätze für zwanzig und mehr Schiffe. In vielen von ihnen sind Schwimmbojen zum Festmachen verankert, um das Ankern zu erleichtern und sicherer zu machen.

Um solche Ankerplätze kümmern sich in der Regel Konzessionäre, und ein Liegeplatz an einer Boje kostet eine Gebühr. Eine Information darüber hängt meistens an der Küste aus. Derjenige, der für den Liegeplatz kassiert, muss auf Ihr Verlangen hin seine Ermächtigung zur Gebührenerhebung vorzeigen. Der Preis für einen solchen Liegeplatz beträgt in der Regel zwischen einem und anderthalb Euro pro Längenmeter. Die Konzessionäre solcher Ankerplätze besorgen normalerweise die wichtigsten Versorgungsgüter für die Nautiker und übernehmen den Müll vom Schiff.

Die kroatischen Marinas haben ihren Verband im Rahmen des Kroatischen Verbands des Nautischen Tourismus. Die meisten Marinas haben auch eigene Webseiten.

CHARTER

Die Vermietung von Schiffen mit oder ohne Skipper ist einer der schnellst wachsenden Geschäftszweige in Kroatien überhaupt. In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Schiffe im Chartergeschäft um fünfhundert auf etwa dreitausend angewachsen, wobei die meisten Charterschiffe zwischen vierzig und fünfzig Fuß lang sind.

Die Gründe für ein solch schnelles Wachstum liegen unzweifelhaft in der guten Eignung der kroatischen Küste für die Schifffahrt, in ihrer Schönheit und in der Möglichkeit, dass man in einer, zwei oder drei Wochen eines Törns mit einem gecharterten Schiff jeden Tag eine andere Landschaft genießen kann. In Kroatien können nur Firmen, die in Kroatien registriert sind, Chartertätigkeiten ausüben, und die Schiffe, die sie vermieten, müssen unter kroatischer Flagge fahren. Derartige Firmen gibt es mehr als 150.

Sie befinden sich in kroatischem, ausländischem oder gemischtem Besitz, und zum größten Teil verfügen sie über neue und moderne Schiffe. Unter ihnen befinden sich auch die kroatischen Tochterfirmen der bekanntesten internationalen Charterunternehmen. Etwa achtzig Prozent der vercharterten Schiffe sind Segelboote, der Rest besteht aus verschiedenen Arten von Motorschiffen, vor allem Motoryachten. Die Angestellten der Charterfirmen, die in Kroatien registriert sind, sind überwiegend erfahrene Matrosen und Skipper. Ein detailliertes Verzeichnis aller in Kroatien registrierter Charterfirmen bieten die Broschüren Törns in Kroatien, Sailing in Croatia, La Voile en Croatie und Crociera nell Adriatico Croato, die das More Magazin herausgibt, eine kroatische Zeitschrift für Seefahrt und Schiffe.

Die meisten dieser Unternehmen findet man auch auf den Webseiten der Kroatischen Wirtschaftskammer (www.hgk.hr) oder indem man einfach Croatia Charter oder Croatia Sailing in eine Internet-Suchmaschine eingibt. Vergewissern Sie sich in jedem Fall immer, dass die Firma, die Ihnen ein Schiff vermietet, ordnungsgemäß registriert ist, und das sehen Sie am besten an der Konzession zur Ausübung einer Chartertätigkeit, die sich unter den Schiffsdokumenten befinden muss.

Stellen Sie auch sicher, dass alle Mitglieder der Mannschaft vorschriftsgemäß in die Crewliste eingetragen sind. Um in Kroatien ein Schiff zu mieten und es selbst zu führen, müssen Sie eine Bescheinigung über die Befähigung zur Führung eines Bootes besitzen, die den Vorschriften über die Schifffahrt im eigenen Land entspricht, oder eine Ermächtigung der Republik Kroatien (A, B, C). Wenn sich an Bord des Schiffes eine UKW-RTF-Seefunkstation (VHF) befindet, muss ein Besatzungsmitglied auch die entsprechende Ermächtigung zur Bedienung der Station besitzen.

Natürlich können Sie auch mit einem in einem anderen Land gecharterten Schiff nach Kroatien einlaufen. In diesem Falle unterliegen Sie den Vorschriften, die die Einfahrt von Schiffen unter fremder Flagge regeln. In der Praxis können ausländische Charterschiffe, die eine gültige Vignette besitzen, unter der Bedingung das kroatische Meer frei befahren, dass sie während dieser Zeit nicht die Besatzung wechseln.

MOTORSEGLER

Neben den Törns auf der eigenen oder gecharterten Yacht werden auch Kreuzfahrten mit Motorseglern immer beliebter. Verschiedene Typen von Segelschiffen waren Jahrhunderte lang das Hauptvehikel der Schifffahrt und des Transports von Menschen und Gütern auf der Adria. Mit dem Aufkommen des Dampfschiffs sind sie aber nicht aus dem Verkehr gezogen worden, sondern haben sich der Entwicklung durch den Einbau von Motoren angepasst, so dass sie die Motorschifffahrt mit dem Segeln verbinden.

So hat die Produktion dieser Schiffe bis zum heutigen Tag überlebt. Dennoch ist in den vergangenen vierzig Jahren die Mehrzahl der Segelschiffe auf die Beförderung von Ausflüglern und die Veranstaltung mehrtägiger Kreuzfahrten umgestellt worden. Zu diesem Zwecke wurden sie umgestaltet, restauriert und mit modernem Navigationsgerät ausgestattet, und die Aufenthaltsräume wurden den touristischen Anforderungen angepasst. Heute gibt es in Kroatien über 170 Motorsegler zwischen 15 und 45 Metern Länge. Auf ihnen bestehen über 6100 Betten.

Etwa zwei Drittel der Motorsegler veranstaltet überwiegend eintägige Ausflüge, während das letzte Drittel mehrtägige Kreuzfahrten anbietet. Ein siebentägiger oder zweiwöchiger Aufenthalt auf solchen Segelschiffen ist ein besonderes Erlebnis. Die Mannschaften dieser Schiffe entführen ihre Gäste jeden Tag in einen anderen Insel- oder Küstenort. Die Tage werden mit Baden in den schönsten Buchten verbracht, die Schiffsköche bereiten originale dalmatinische, küstenländische oder istrische Spezialitäten zu, das alles wird mit gutem Wein hinuntergespült, und so ist verständlich, warum immer mehr Menschen Jahr für Jahr auf ihren Bracer oder Trabakul zurückkehren.

WETTERVORHERSAGE

Es gilt die Regel, dass jemand, der ein Schiff führt, mindestens zweimal täglich die Wettervorhersage aufmerksam studiert und analysiert, und zwar die für die Seegebiete. über die Vorhersage können wir uns in den Fernseh- und Radionachrichten informieren, im Internet und über die Mobiltelefonservices, sowie durch Wetter-Faxe. Aber dennoch ist die häufigste Art die über die Bordfunkstation.

Die aktuelle Wettervorhersage des Staatlichen Hydrometeorologischen Instituts, bzw. seines Hydrometeorologischen Zentrums in Split, das bereits seit fünfzig Jahren besteht, wird ununterbrochen auf den Kanälen der Küstenfunkstationen und der Hafenämter gesendet. Sie wird dreimal täglich aktualisiert, um 5, 12 und 18 Uhr, und sie bezieht sich auf die ersten zwölf und die zweiten zwölf Stunden gerechnet ab der Stunde ihrer Veröffentlichung. Die Küstenfunkstationen senden die Wettervorhersage zu genau bestimmten UTC-Zeiten. Auf der Adria empfängt man kroatische und italienische Küstenfunkstationen.

Auch die Hafenämter senden auf ihren VHF-Kanälen einen Wetterbericht und Hinweise für Seeleute, und das ununterbrochen. Der Bericht wird automatisch auf vier Sprachen wiederholt mit einer kleinen Pause nach jedem Zyklus, und er wird viermal täglich aktualisiert.

Die vollständigste Wettervorhersage für Nautiker findet man mit einer Reihe von Angaben, Karten und Satellitenbildern heute auf Internetseiten. Die Vorhersage des Staatlichen Hydrometeorologischen Instituts kann man auf der Webseite www.meteo.hr einsehen, und die, die die Vorhersage der Windsituation und -stärke interessiert, können direkt in die gesonderte Detailprognose einsteigen: www. prognoza.hr/aladin_prognoza.html. Diese Prognose nutzen vorwiegend Segler.

Es gibt auch viele ausländische Dienste mit Webprognosen für die Adria. Für unsere Zwecke wollen wir den zweifellos detailliertesten und nützlichsten meteorologischen Dienst im Internet hervorheben: www.weatheronline.co.uk. Für Nautiker sind ihre Seiten unter den Titeln "Maps", "Sailing" und "Expert Maps" ein wahres Juwel voller klimatologischer Daten, gegenwärtiger Wettersituationen und Siebentagesprognosen für unsere wichtigeren Städte. Es besteht die Möglichkeit, sich Prognosen für ein bestimmtes Gebiet zeigen zu lassen mit Tabellen mit der Windrichtung und -geschwindigkeit in Abständen von je drei Stunden bis zu sieben Tagen im Voraus.

REPARATUR UND WARTUNG

Für eine ungestörte und angenehme Reise sind Nautiker und Charterfirmen auch auf die Möglichkeit einer hochwertigen Vorbereitung der Boote und Yachten auf die Schifffahrtssaison angewiesen, und sie brauchen die Sicherheit, dass ein möglicher Schaden während der Reise schnell und gut behoben werden kann. In diesem Bereich hat Kroatien in den vergangenen Jahren sein Angebot erheblich verbessert. Entlang der ganzen Küste befinden sich zahlreiche ermächtigte Servicewerkstätten für Schiffsmotoren, Ausrüstung und Segelwerk.

Ihre Angestellten bilden sich kontinuierlich fort, um mit den technischen Neuerungen Schritt zu halten. Einige Werften und Reparaturwerften, unter denen die Werft Punat auf der Insel Krk, die Werft Heli in Pula, die Reparaturwerft NCP in Šibenik und die Werft Betina auf der Insel Murter die bekanntesten sind, aber auch viele andere Werften sind in der Lage, alle Wartungs- und Reparaturarbeiten an großen und sehr luxuriösen Yachten durchzuführen.

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Sprache: Kroatisch
Hauptstadt: Zagreb
Staatsform: Republik
Fläche: 56.592 km²
Einwohner: ca. 4,5 Mio.
Währung: Kuna
Vorwahl: +385
Zeitzone: MEZ




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